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bcs-Studie

Mehr Platz zum Leben - wie CarSharing Städte entlastet

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Eine neue bcs-Studie zeigt: In innerstädtischen Wohnquartieren besitzen 78 Prozent der CarSharing-Kunden kein eigenes Auto mehr. Der Fahrzeugbestand der CarSharing-Haushalte ist im Vorher/Nachher-Vergleich um rund 62 Prozent gesunken. Ein CarSharing-Fahrzeug ersetzt bis zu 20 private Pkw und macht so umgerechnet bis zu 99 Meter zugeparkte Straßenkante frei - viel Potenzial, um Städte lebenswerter zu gestalten.

Der Effekt des CarSharing: Mehr Aufenthaltsqualität in Straßen und Wohnquartieren (Bild: bcs)In der bcs-Studie wird die Wirkung stationsbasierter CarSharing-Angebote in innenstadtnahen Bezirken von 12 deutschen Großstädten untersucht. Gemeinsam mit dem Markt- und Sozialforschungsinstitut infas wurden im Herbst 2015 insgesamt 3.500 CarSharing-Kunden befragt.

CarSharing-Kunden: Anteil autofreier Haushalte zu unterschiedlichen Zeitpunkten (bcs 2016)78,2 Prozent der Kunden stationsbasierter CarSharing-Systeme besitzen kein eigenes Auto mehr. Das ist deutlich mehr als im Bevölkerungsdurchschnitt. Innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings beispielsweise leben nur 53 Prozent aller Haushalte autofrei, in allen Großstädten über 100.000 Einwohner sind es im Durchschnitt gerade einmal 18 Prozent. Die in der Studie untersuchten CarSharing-Kunden reduzierten die Zahl ihrer privaten Fahrzeuge um 61,9 Prozent. Zwölf Monate vor der CarSharing-Anmeldung besaßen sie zusammen 2.293 Fahrzeuge, zum Zeitpunkt der Befragung nur noch 873.

CarSharing fördert den Umstieg auf ökologisch sinnvolle Verkehrsträger: 41 Prozent der befragten CarSharing-Kunden geben an, dass sie einen Pkw heute weniger nutzen als vor der Anmeldung. 15 Prozent fahren mehr Fahrrad, 19 Prozent nutzen häufiger Bus und Bahn. Zahlreiche Studien der letzten Jahre belegen, dass die Änderung im Mobilitätsverhalten besondres groß ausfällt, wenn ein eigenes privates Auto aufgrund von CarSharing abgeschafft wird. Das bestätigt auch die bcs-Studie: Von den Kunden, die durch CarSharing autofrei geworden sind, nutzen heute 40 Prozent häufiger Bus und Bahn als vor dem Beitritt zum CarSharing.

Beispiel Köln-Sülz: Ein CarSharing-Fahrzeug ersetzt hier 19 private Pkw (Bild: bcs)Ein stationsbasiertes CarSharing-Fahrzeuge ersetzt in den untersuchten Stadtteilen zwischen 8 und 20 privaten Pkw. Durch diese Ersetzungsleistung wird pro CarSharing-Fahrzeug ein Straßenabschnitt zwischen 36 und 99 Metern Länge freigeräumt. Die frei gewordenen Flächen könnten den Kommunen zur Verfügung stehen, um Wohnquartiere Fußgänger- und Radfahrer-freundlicher zu gestalten und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. CarSharing-Kunden machen den Städten und Kommunen ein großes Geschenke. Es wäre schön, wenn das durch mehr Fahrradwege, breitere Fußwege, mehr Sitzgelegenheiten, mehr Grün und mehr Platz zum Spielen auch sichtbar werden würde.

Die gesamte Studie "Mehr Platz zum Leben - wie CarSharing die Städte entlastet" finden Sie hier.

 

Download

PDF: CarSharing fact sheet Nr. 2 zur Studie "Mehr Platz zum Leben - wie CarSharing die Städte entlastet"

PDF: Pressemitteilung vom 21.06.2016 zur bcs-Studie