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Hinweise zur Nutzung

CarSharing in Corona-Zeiten

Hinweise zur Nutzung

Nach Meinung von Expert*innen ist die Gefahr, sich in einem CarSharing-Fahrzeug mit dem Corona-Virus zu infizieren, sehr gering. Die Einhaltung der Hygiene-Regeln ist trotzdem weiterhin notwendig. Hier beschreiben wir, was CarSharing-Kund*innen beachten sollten, wenn sie ein CarSharing-Fahrzeug nutzen.

Bild: istockphoto/welcomia

Das Risiko einer direkten Infektion von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen oder Aerosole ist bei der Nutzung von CarSharing-Fahrzeugen nur gegeben, wenn man sich mit infizierten Personen zusammen im Autoinnenraum befindet. Da das CarSharing-Fahrzeug in der Regel nur von einzelnen Fahrer*innen oder nur gemeinsam mit gut bekannten anderen Personen genutzt wird, ist das Risiko gut einschätzbar und im Zweifel vermeidbar.

Bei direkt aufeinanderfolgenden Nutzungen besteht das Risiko einer Aerosol-Infektion durch die Atemluft infizierter Vornutzer*innen. Dies kann durch kurzes Lüften des Fahrzeugs vor der Nutzung ausgeschlossen werden. In der Regel folgen CarSharing-Nutzungen in der Praxis nicht direkt nacheinander.

Schmierinfektionen durch Berührung kontaminierter Oberflächen und anschließenden Berührungskontakt mit den Schleimhäuten sind nach heutigem Kenntnisstand möglich, wurden aber bisher noch nicht nachgewiesen. Dieser Infektionsweg kann im CarSharing-Fahrzeug durch Beachtung der allgemeinen Hygieneregeln ausgeschlossen werden.

Ein Merkblatt des Bundesverband CarSharing e.V. mit allen Hinweisen zur Minimierung der Infektionsrisiken bei der Nutzung von CarSharing-Fahrzeugen finden Sie hier.

CarSharing-Anbieter reagieren auf die Pandemie

Die CarSharing-Anbieter reagieren auf die Corona-Pandemie, indem sie im Rahmen ihres Fahrzeug-Service neben der technischen Prüfung die Reinigung und Desinfizierung aller Oberflächen im Fahrzeug in den Mittelpunkt stellen. Eine Reinigung des Fahrzeugs nach jeder Nutzung ist aber nicht machbar. Deswegen müssen Kund*innen die allgemeinen Hygieneregeln auf jeden Fall beachten.

Die CarSharing-Anbieter werden ihren Service auch weiterhin für denjenigen Bürger*innen zur Verfügung stellen, die kein eigenes Auto besitzen, sondern im Interesse einer möglichst nachhaltigen Mobilität auf CarSharing setzen.

Die Pandemie hat auch das CarSharing vor massive wirtschaftliche Herausforderungen gestellt. Die Folgen der Reise- und Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und der allgemeinen Einschränkungen der Mobilität waren auch bei vielen CarSharing-Unternehmen als Rückgang der Nachfrage deutlich sichtbar. Die CarSharing-Anbieter haben mit erheblichem Aufwand ihre Angebote während der Krise aufrechterhalten. Inzwischen normalisiert sich die Lage wieder.  Dank der erhöhten Zahl von längeren Reisen mit dem Pkw steigt die CarSharing-Nachfrage momentan sogar deutlich an.

Nach Corona: Klimaschutz als nächste Herausforderung

In den kommenden Jahren muss Deutschland die klimaschädlichen Emissionen im Verkehr deutlich reduzieren. CarSharing ist ein wichtiges Instrument, um das zu erreichen. Damit Bürger*innen und Bürger vom eigenen Pkw auf einen klimafreundlichen Mobilitätsmix aus CarSharing, Fahrrad und ÖPNV umsteigen können, brauchen wir möglichst schnell einen flächendeckenden Ausbau des CarSharing-Angebots parallel zum Ausbau des ÖPNV. Bund Länder und Kommunen rufen wir deshalb dazu auf, die schnelle und möglichst flächendeckende Verbreitung des CarSharing besonders zu fördern.

"Wenn die Krise vorüber ist, werden der Klimawandel und die Verkehrswende weiterhin zentrale Herausforderungen sein, die wir lösen müssen. Hierfür spielt das CarSharing als Autobaustein im Umweltverbund neben Zufußgehen, Fahrrad, Bus und Bahn eine wichtige Rolle."

Gunnar Nehrke, Geschäftsführer bcs

Weitere Informationen zum Corona-Virus erhalten Sie auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts.

Alle Hygiene- und Gesundheitstipps der BZgA finden Sie hier.