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CarSharing-Städteranking 2017

Karlsruhe bleibt Spitzenreiter

CarSharing-Städteranking 2017

Im neuen CarSharing-Städteranking des Bundesverband CarSharing e.V. kann Karlsruhe seine Stellung als Deutschlands CarSharing-Hauptstadt weiter ausbauen. Stuttgart und Freiburg belegen die Plätze zwei und drei. Unter den Millionenstädten führt Köln, das im Gesamtranking auf Platz 4 liegt.

Der Spitzenreiter des CarSharing-Städterankings 2017 ist, wie schon in den Vorjahren, Karlsruhe. Dort kommen auf 1.000 Einwohner nun 2,71 CarSharing-Fahrzeuge. Karlsruhe hat damit nicht nur seinen Spitzenrang souverän verteidigt, sondern auch den größten Zuwachs aller Städte verzeichnet. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen Stuttgart mit 1,47 Fahrzeugen und  Freiburg mit 1,41 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner. Freiburg hat sich damit gegenüber dem letzten Ranking von 2015 um zwei Plätze verbessert. Auch Heidelberg (1,27 Fahrzeuge), München (1,26 Fahrzeuge) und Göttingen (1,25 Fahrzeuge) haben sich am letztmaligen Drittplatzierten, Frankfurt am Main, vorbei geschoben.

Dass Städte im Ranking zurückfallen, liegt meist nicht an einer Verschlechterung der CarSharing-Versorgung. Es liegt daran, dass sie von anderen Städten mit einem dynamischeren CarSharing-Wachstum überholt wurden.

Auch viele kleinere Großstädte haben eine gute CarSharing-Versorgung

Das aktuelle Städteranking des bcs belegt: CarSharing ist keineswegs nur ein Phänomen der großen Großstädte. Auf den ersten zehn Plätzen des Ranking gibt es mit Freiburg, Heidelberg, Göttingen und Tübingen gleich vier Städte mit weniger als 250.000 Einwohnern.

„Dass viele kleinere Großstädte bei der CarSharing-Versorgung führend sind, liegt wesentlich an den mittelständischen Firmen, die dort seit Jahren wirtschaftlich tragfähige CarSharing-Angebote aufgebaut haben. Diese Firmen tragen entscheidend dazu bei, dass Deutschland weltweit als CarSharing-Leitmarkt gilt.“

Willi Loose, Geschäftsführer Bundesverband CarSharing e.V.

 

Die CarSharing-Versorgung hängt nicht von der Variante ab

Für die CarSharing-Versorgung ist nicht entscheidend, in welcher Variante das Angebot zur Verfügung gestellt wird. Unter den Top 20 befinden sich sowohl Städte, in denen free-floating und stationsbasierte Anbieter agieren als auch solche, in denen alle Angebote stationsbasiert sind.

Städte und Gemeinden sollten stationsbasiertes CarSharing sichtbarer machen

Die Fahrzeuge der stationsbasierten CarSharing-Anbieter stehen heute, anders als die free-floating Flotten der großen Autohersteller, zu über 90 Prozent auf privaten Flächen. In Innenstädten gibt es oft gar keine Flächen mehr, auf denen diese Anbieter ihre Fahrzeuge kundennah bereitstellen können. Das kann und sollte sich ändern.

Denn: Vor allem das stationsbasierte CarSharing befreit Haushalte von der Notwendigkeit ein eigenes Auto zu besitzen und erzeugt bei den Kunden eine häufigere Nutzung von Fahrrad und öffentlichem Nahverkehr. Städte und Gemeinden sollten das durch Einrichtung von CarSharing-Stationen im öffentlichen Raum fördern.

Das im September 2017 in Kraft getretene CarSharing-Gesetz der Bundesregierung hat juristisch klargestellt: Auf Straßen in ihrer Zuständigkeit kann jede Kommune jederzeit Stellplätze für stationsbasierte CarSharing-Anbieter als Sondernutzung einrichten. Die rechtlichen Instrumenten, um stationsbasierte Systeme sichtbarer zu machen, sind damit vorhanden.

 

Download:

PDF: Pressemitteilung: CarSharing-Städteranking 2017

PDF: Rangliste: CarSharing-Städteranking 2017

JPG: Info-Grafik "Deutschlands CarSharing-Haupstadt 2017"

JPG: Info-Grafik "CarSharing-Versorgung nach Stadtgröße" 2017

JPG: Info-Grafik "CarSharing-Versorgung und Angebotsform" 2017

 

Kurzinfo zum CarSharing-Städteranking 2017: Der Bundesverband CarSharing e.V. erhebt alle zwei Jahre die Zahl der CarSharing-Fahrzeuge in deutschen Städten und Gemeinden mit mehr als 50.000 Einwohnern. Die Erhebung basiert auf einer Abfrage der Fahrzeugzahlen bei allen in Deutschland tätigen CarSharing-Anbieter. Aus den Ergebnissen der Abfrage errechnet der Bundesverband CarSharing e.V. die Zahl der CarSharing-Fahrzeuge pro 1.000 Einwohner. So wird die Versorgung mit der Dienstleistung CarSharing zur jeweiligen Stadtgröße in Beziehung gesetzt.