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Innovation

Kombinierte CarSharing-Systeme

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Lange Zeit waren stationsbasiertes CarSharing und free-floating CarSharing getrennte Produkte mit unterschiedlichen Anwendungsbereichen. In kombinierten CarSharing-Systemen werden beide Varianten nun zu einem Service zusammengeführt. Dadurch wird der Nutzen des CarSharing-Angebots für die Kund*innen optimiert.

Das kombinierte CarSharing-Angebot bildet alle denkbaren CarSharing-Nutzungen ab. Es bietet dadurch sogar mehr als ein eigenes Auto. Zugleich bleiben die Preise an den günstigen Tarifen des stationsbasierten CarSharing orientiert.

Kombinierte CarSharing-Systeme haben eine hohe verkehrsentlastende Wirkung. Das ist in Studien nachgewiesen. Sie sind darin dem stationsbasierten CarSharing vergleichbar. Kombinierte Systeme sind daher ein Weg, um free-floating CarSharing verkehrsentlastend anzubieten.

Kombinierte CarSharing-Systeme sind zudem ein Weg, free-floating CarSharing auch in Städten anzubieten, in denen große free-floating Flotten nicht wirtschaftlich betreibbar sind.


Alle wichtigen Informationen zu Kombinierten CarSharing-Systemen können Sie in unserem 6-seitigen Fact Sheet nachlesen.


 

Fachveranstaltung: Kombinierte CarSharing-Systeme – Das Beste aus zwei Welten verbinden

Kombinierte CarSharing-Angebote gibt es inzwischen in 20 Städten in Deutschland. Der Bundesverband CarSharing hat Ende März 2021 zu einem Austausch eingeladen, in dem die bisherigen Praxiserfahrungen aus Bremen, dem Rhein-Main-Gebiet und der Rhein-Neckar-Region vorgestellt wurden.

Kund*innen schätzen an Kombinierten CarSharing-Systemen die Flexibilität: So bewerteten es in einer Erhebung von cambio Bremen für das Produkt smumo (smart urban mobility) 71 Prozent der Befragten positiv, dass sie beim kombinierten CarSharing kein Buchungsende angeben müssen, 56 Prozent der Nutzer*innen wollen die Möglichkeit, spontan losfahren zu können und sehen darin einen wesentlichen Pluspunkt des neuen Angebotes. Das Fahrverhalten ähnelt aber weiterhin eher dem stationsgebundenen CarSharing. So nutzten rund zwei Drittel der Befragten das CarSharing für Fahrten, die wieder am Ausgangspunkt endeten, bei einem Drittel waren es One-way-Fahrten.

Für die Rhein-Neckar-Region zeigen die Erfahrungen, die Stadtmobil mit JoeCar gemacht hat, dass jüngere Nutzer*innen überdurchschnittlich häufig auf das kombinierte CarSharing-Angebot zurückgreifen. Grundsätzlich nutzten Kombinierer*innen die CarSharing-Angbeote doppelt so häufig wie die Nutzer*innen aus dem stationsbasierten Bereich und dreimal so oft wie bei Free-Floatern. Die verkehrsentlastende Wirkung zeigt sich bei Stadtmobil im Vergleich zu einem Jahr vor der Anmeldung folgendes Bild: Während die Nutzer*innen von Free-floating-Produkten ihren Pkw-Bestand um 46,8 Prozent verringerten, lag dieses Verhältnis bei Nutzer*innen stationsbasierter Angebote bei 56,6 Prozent, bei Kombinierer*innen sogar bei 72,6 Prozent.

Eine weitere kombinierte Variante verfolgt book-n-drive mit dem cityFlitzer. Neben kombinierten Angeboten aus stationsbasiertem und Free-floating-CarSharing aus einer Hand, sind dort auch stationsflexible Angebote buchbar. So kann ein Auto an der Ausgangsstation, zum Beispiel in Wiesbaden, gebucht und an einer anderen Station, zum Beispiel in Darmstadt, abgegeben werden. Dieses stationsflexible Angebot macht aktuell sechs Prozent der Buchungen aus.

Download:

PDF: Fact Sheet "Kombinierte CarSharing-Systeme"

PDF: Vortrag von Gunnar Nehrke

PDF: Vortrag von Rebecca Karbaumer (Bremen)

PDF: Vortrag von Miriam Caroli (Mannheim)

PDF: Vortrag von Andreas Hornig (Wiesbaden)