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CarSharing ist billiger als ein eigenes Auto

Bis zu einer Fahrleistung von10.000 Kilometern ist CarSharing auf jeden Fall günstiger

CarSharing ist billiger als ein eigenes Auto

CarSharing ist vor allem für Wenig- und Gelegenheitsfahrer preislich interessant. Bis zu einer Fahrleistung von etwa 10.000 Kilometern pro Jahr (rund 800 Kilometer pro Monat) spart CarSharing gegenüber dem privat angeschafften Neuwagen auf jeden Fall Geld ein. Wir haben in unserer Beispielrechnung die jährlichen Kosten eines günstigen Kleinstwagens mit den Kosten eines durchschnittlichen CarSharing-Tarifs für verschiedene Jahresfahrleistungen verglichen:

Kostenvergleich privater Pkw vs. CarSharing. Der Vergleichs-Pkw ist einer der 10 günstigsten Kleinstwagen in Deutschland laut ADAC Autokostenrechnung. Die monatlichen Kosten wurden anhand ADAC-Autokostenrechner ermittelt. Der CarSharing-Tarif ist ein Normaltarif eines stationsbasierten Anbieters ohne Rabatte. Die einmalige Anmeldegebühr und ein Sicherheitspaket zur Reduzierung der Selbstbeteiligung im Schadensfall wurden eingerechnet. Treibstoff ist im CarSharing-Tarif enthalten. Kosten-Erhebung im Januar 2017 (Grafik: bcs)

Übrigens: Ein großer Teil der fixen Kosten des privaten Autobesitzes entsteht durch den hohen Wertverlust bei Anschaffung eines Neuwagens. Rechnet man diesen Wertverlust vollständig heraus, dann fährt der CarSharing-Nutzer trotzdem bis zu einer Fahrleistung von etwas mehr als 300 km pro Monat günstiger. Auch der Besitz eines gebrauchten Pkw lohnt sich also im Vergleich mit dem CarSharing erst bei einer Fahrleistung, die über 300 km pro Monat deutlich hinausgeht.

Einsparungen von 300 bis über 1.500 Euro pro Jahr sind möglich

Die Einsparungen durch CarSharing können erheblich sein. Als Faustregel gilt: Je größer Ihr eigenes Fahrzeug ist, umso besser schneidet das CarSharing im Vergleich dazu ab. In unserer Beispielrechnung vergleichen wir die Kosten eines Kleinstwagens laut aktueller ADAC-Tabelle mit den Kosten der Nutzung eines durchschnittlichen stationsbasierten CarSharing-Angebots. Wir legen eine jährliche Fahrleistung von 8.000 Kilometern zugrunde. Einsparung durch CarSharing: 527 Euro pro Jahr. CarSharing-Kunden, die nur 4.000 Kilometer pro Jahr mit dem Auto unterwegs ist, sparen sogar etwa 1.500 Euro gegenüber dem Pkw-Besitzer.

Kostenvergleich privater Pkw vs. CarSharing für 8.000 gefahrene Kilometer pro Jahr (667 km pro Monat). Der Vergleichs-Pkw ist einer der 10 günstigsten Kleinstwagen in Deutschland laut ADAC Autokostenrechnung. Die monatlichen Kosten wurden anhand ADAC-Autokostenrechner ermittelt. Der CarSharing-Tarif ist ein Normaltarif eines stationsbasierten Anbieters ohne Rabatte. Die einmalige Anmeldegebühr und ein Sicherheitspaket zur Reduzierung der Selbstbeteiligung im Schadensfall wurden eingerechnet. Treibstoff ist im CarSharing-Tarif enthalten. Fixkosten = Anmeldegebühr, Sicherheitspaket, monatlicher Grundpreis der Mitgliedschaft. Kosten-Erhebung im Januar 2017 (Grafik: bcs)

Die CarSharing-Varianten haben deutliche Preisunterschiede

Nicht alle CarSharing-Varianten sind gleich preiswert. Ins Geld geht besonders die intensive Nutzung von reinen free-floating Angeboten (zum Beispiel: DriveNow, car2go). Preisgünstiger sind stationsbasierte Anbieter (zum Beispiel: stadtmobil, cambio, Flinkster). Das zeigt exemplarisch unser Preisvergleich. Dafür haben wir die Preise bei einem stationsbasierten Anbieter und einem free-floating Anbieter in derselben Stadt miteinander verglichen. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, haben wir Standard-Wege zugrunde gelegt, die häufig mit dem Auto zurückgelegt werden und hierfür jeweils die Preise ermittelt.

Preisvergleich stationsbasiertes und free-floating CarSharing. Berechnet wurde jeweils der Preis der günstigsten Fahrt mit einem Kleinwagen im Standard- oder Basic-Tarif eines ausgewählten Anbieters ohne Rabatte inklusive Paket- und Tages-Preise. Erhebungsort: Frankfurt aM. Erhebungszeitpunkt: Januar 2017 (Grafik: bcs)

CarSharing erlaubt mehr Flexibilität und senkt dadurch Kosten

CarSharing-Kunden sparen auch dadurch Geld, dass sie ihr Mobilitätsverhalten freier gestalten können. Wer ein Auto besitzt, hat durch die hohen Fixkosten große Teile seines Mobilitätsbudgets bereits verbraucht, bevor er den ersten Kilometer zurückgelegt hat. Anders beim CarSharing: Da man nur für die tatsächliche Nutzung zahlt, bleibt Geld für andere Mobilitätsoptionen übrig. Wie viel Freiheit man dadurch gewinnt, zeigt unsere Musterrechnung, in der wir die monatlichen Kosten eines Pkw-Besitzers zugrunde legen und zeigen, welches vergleichbare Mobilitätsbudget einem CarSharing-Kunden zur Verfügung steht.

Beispielhafter Vergleich der Mobilitätsbudgets privater Pkw vs. CarSharing (Grafik: bcs)

Der Pkw, mit dem wir vergleichen, ist in ein normaler Golf. Laut ADAC-Preistabelle wird sein Besitzer 171 Euro pro Monat aufwenden, wenn er monatlich 400 km damit unterwegs ist. Davon sind 89 Euro Fixkosten - zum Beispiel für die Versicherung und für Steuern. Dies Geld ist schon ausgegeben, bevor der erste Kilometer gefahren ist. Weitere 47 Euro kommen dann als Fahrtkosten obendrauf, vor allem für Benzin. Und schließlich fallen einige Reparaturen an - nochmal durchschnittlich 35 Euro pro Monat.

Der CarSharing-Kunde kauft sich derweil eine Monatskarte für den ÖPNV und zahlt dafür in unserem Beispiel 81 Euro. Mit dieser Karte kann er im Innenstadtbereich unbegrenzt viele Kilometer zurücklegen. Die Differenz von 90 Euro zum Monatsbudget des Golf-Besitzers kann er in andere Mobilitätsformen investieren, wenn er will. Wendet er sie für CarSharing auf, so kann er davon - je nach gebuchten Wegen, Anbieter und Fahrzeugtyp - zwischen 200 und 300 Kilometer mit dem CarSharing-Fahrzeug zurücklegen. Wohlgemerkt: Kann. Denn der multimodale CarSharer kann auch ab und zu aufs Fahrrad steigen und so Teile des Budgets einsparen. Das CarSharing-Fahrzeug bezahlt er ja nur anteilig, wenn er es wirklich nutzt.

Endgültig ungünstig wird diese Rechnung für unser Golf-Besitzer, wenn er sein Fahrzeug neu gekauft hat. Denn dann legt er auf seine ohnehin hohen Fixkosten noch einmal 245 Euro monatlichen Wertverlust oben drauf. Würde der CarSharing-Kunde dies Geld vollständig ins CarSharing investieren, könnte er monatlich rund 850 Kilometer mit dem CarSharing-Auto fahren - also doppelt so viel, wie der Golf-Besitzer tatsächlich fährt. Investiert unser CarSharing-Nutzer sein Budget jedoch nicht vollständig ins Autofahren, dann spart er dies Geld einfach ein - in unserem Beispiel bis zu 335 Euro im Monat.

 

Disclaimer

Unsere Beispielrechnungen ersetzen keinen eigenen Vergleich der individuellen Kosten und Tarife.